Participolis bekennt sich zu den Leitsätzen der Allianz für Vielfältige Demokratie
und unterstützt Politik, Planer*innen, Investor*innen und Verwaltung bei der Umsetzung der nachstehenden Leitsätze für Transparenz.
Participolis zeigt geeignete Maßnahmen auf, um Informationen transparent, verständlich und proaktiv zur Verfügung zu stellen.

Leitsätze

1. Information ist die Grundlage für erfolgreiche Teilhabe. Gute Transparenz bedeutet einen Informationsgewinn für alle Beteiligte. Sie stellt Informationen anschaulich und umfassend dar und gewährleistet einen offenen Zugang für alle.

2. Transparenz orientiert sich an den Transparenzanforderungen der Bürgerinnen und Bürger. Die wahrgenommene Transparenz durch die Bürgerinnen und Bürger ist der Maßstab für die Erfüllung der Transparenz-ziele im Projekt.

3. Der Anspruch an Transparenz wächst mit der Intensität der Beteiligung. Je stärker sich die Bürger einbringen und engagieren können, desto länger und komplexer sind in der Regel auch die Prozesse der Beteiligung und desto anspruchsvoller wird es, für Transparenz zu sorgen.

4. Es wird Transparenz über geplante oder laufende Projekte hergestellt. Dies geschieht etwa über online zugängliche Vorhabenlisten. Diese sollten so vollständig und frühzeitig wie möglich über alle bekannte Aspekte eines Beteiligungsvorhabens informieren.Wo möglich, sollten Planung und Projekte sinnvoll nach Ortsteile und Straße aufbereitet werden.

5. Es wird Transparenz über die Ziele des Beteiligungsprojektes hergestellt. Teil dieser Information ist der vorhandene Gestaltungsspielraum für das jeweilige Beteiligungsprojekt und seine Grenzen. Dies geschieht etwa über ein im Vorfeld durchgeführtes Beteiligungs-Scoping (beinhaltet Akteurs-, Themen- und Umfeldanalyse).

6. Es wird Transparenz über Akteure und ihre Interessen hergestellt. Dies kann durch eine frühzeitige Stakeholder-Analyse gelingen. Die Analyse sollte systematisch alle Betroffenen einbeziehen und nicht nur jene, die aufgrund rechtlicher Vorschriften zu beteiligen sind. Neben den Interessen am Gegenstand der Planung und an der Entscheidung ist auch zu klären, welche Interessen an einer Beteiligung und welche Erwartungen daran bestehen.

7. Es wird Transparenz über Planungs-, Genehmigungs- oder Entscheidungsprozesse hergestellt. Es wird über die rechtlichen Vorschriften, die Phasen und Fristen, die festgelegten Entscheidungsträger, -kriterien, und -prozesse sowie die Möglichkeit zur Überprüfung der Entscheidung informiert. Interne und externe Stellungnahmen und Gutachten werden zugänglich gemacht.

8. Es wird Transparenz über die Ergebnisse hergestellt. Die Verantwortlichen informieren darüber, was im Rahmen der Beteiligung erreicht werden konnte und was (aus welchem Grund) nicht erreicht wurde. Dies umfasst neben den Ergebnissen des Beteiligungsprojektes auch die Rechenschaftslegung über die Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung der Ergebnisse im Entscheidungsprozess. Eine unabhängige Evaluation des Prozesses ist sinnvoll.

9. Es wird Transparenz über die Grenzen des Informationszuganges hergestellt. Grenzen umfassen etwa den gesetzlichen Datenschutz, wie den Schutz von personenbezogenen Daten und den Schutz von Geschäftsgeheimnissen. Bei Konflikten zwischen Transparenzanforderungen und ihren rechtlichen wie verfahrensspezifischen Grenzen wird die Möglichkeit einer nur teilweisen, anonymisierten oder späteren Bereitstellung geprüft, bevor die Bereitstellung von Informationen verweigert wird. Im Abwägungsfall sollte zugunsten der Transparenzerwartungen der Bürgerinnen und Bürger entschieden werden.

10. Transparenz bedeutet Informationen verständlich, nachvollziehbar und glaubwürdig zu gestalten. Gute Transparenz nutzt unterschiedliche und zeitgemäße Methoden, wie etwa Visualisierung und die Möglichkeiten des Internets, um Transparenzanforderungen der Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen.

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